Grundbegriff
Energiezelle
Eine Region, die ihre Energie gemeinsam plant statt jeder für sich: Wer braucht wann wie viel? Was können wir vor Ort erzeugen und speichern? Gebäude, Verkehr, Betriebe und Verwaltung werden dabei zusammen gedacht, nicht einzeln.
Warum das zählt: Das ist unser zentraler Ansatz. Wer versteht, was eine Energiezelle ist, versteht, was wir tun.
Grundbegriff
Versorgungssicherheit
Die Gewissheit, dass Strom und Wärme da sind, wenn man sie braucht – im Alltag genauso wie bei einer Störung. Sie hängt nicht nur an Leitungen und Kraftwerken, sondern auch daran, ob vor Ort jemand geplant hat, was im Ernstfall zuerst weiterlaufen muss.
Warum das zählt: Es ist der Grund, warum es uns gibt. Fällt die Versorgung aus, steht auch alles andere still.
Grundbegriff
Blackout
Ein grossflächiger, länger andauernder Stromausfall – anders als die kurze Störung, die nach ein paar Minuten behoben ist. Betroffen wären dann auch Heizung, Wasser, Bezahlen, Tanken und Kommunikation.
Warum das zählt: Regionen, die ihre Energie kennen und teilweise selbst tragen können, stehen in so einem Fall deutlich besser da.
6-Stufen-Modell
Entschwendung
Energie gar nicht erst verschwenden. Bevor neue Technik angeschafft wird, wird geprüft: Was wird wirklich gebraucht, wo geht Energie ungenutzt verloren, was lässt sich schlicht abstellen? Das ist die erste Stufe unseres Modells.
Warum das zählt: Die günstigste Kilowattstunde ist die, die Sie nicht verbrauchen. Hier liegt fast immer das meiste Geld.
6-Stufen-Modell
Residuallast
Der Rest, der übrig bleibt: der Energiebedarf abzüglich dessen, was Sonne und Wind gerade liefern. An einem grauen Novemberabend ist die Residuallast hoch, an einem sonnigen Mittag fast null.
Warum das zählt: Genau dieser Rest entscheidet, wie viel Speicher und regelbare Leistung eine Region braucht – und was das kostet.
Technik
Inselfähigkeit
Die Fähigkeit, sich weiter selbst zu versorgen, wenn das grosse Netz ausfällt – für einen Betrieb, ein Quartier oder eine ganze Gemeinde. Die entscheidende Frage dabei ist nicht technisch, sondern praktisch: Was muss unbedingt weiterlaufen?
Warum das zählt: Wer das vorher klärt, muss im Ernstfall nicht improvisieren.
Technik
Lastmanagement und Lastprofil
Das Lastprofil zeigt, wann wie viel Energie verbraucht wird – über den Tag, die Woche, das Jahr. Lastmanagement heisst, den Verbrauch dorthin zu verschieben, wo gerade Energie da ist: die Wärmepumpe läuft mittags, wenn die Sonne scheint, nicht abends um sieben.
Warum das zählt: Verschieben ist oft viel billiger als zubauen – für Betriebe ein direkter Kostenhebel.
Technik
Eigenverbrauch
Der Anteil des selbst erzeugten Stroms, den Sie auch selbst nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Wer den Geschirrspüler laufen lässt, während die Photovoltaikanlage produziert, erhöht seinen Eigenverbrauch.
Warum das zählt: Selbst genutzter Strom ist meist deutlich mehr wert als eingespeister. Das entscheidet oft, ob sich eine Anlage rechnet.
Werkzeug
GEK-Tool
Ein Werkzeug aus unserem Wissensbereich, mit dem sich der Energiebedarf einer Gemeinde oder Region abschätzen lässt – als Grundlage für Entscheidungen, bevor teure Planungen beginnen.
Warum das zählt: Für Gemeinden oft der erste konkrete Schritt. Mehr dazu im Beitrag auf enefco.eu.
Förderung
KIPKI-Förderprogramm
Ein Förderprogramm des Bundeslands Rheinland-Pfalz für kommunale Klimaschutz-Investitionen. Über KIPKI unterstützt das Land die Energiezelle im Landkreis Mainz-Bingen mit rund 3,1 Millionen Euro.
Warum das zählt: Es zeigt, dass aus dem Konzept echte, finanzierte Projekte werden.