Entschwendung
Unnötigen Energiebedarf zuerst vermeiden: Bedürfnisse, Nutzung und Verluste prüfen, bevor zusätzliche Technik oder Infrastruktur aufgebaut wird.
höchste PrioritätEine Region, die ihre Energie gemeinsam plant, statt dass jeder für sich herumprobiert. Klingt einfach – und ist genau deshalb wirksam.
Hinter dem sperrigen Wort stecken drei ganz alltägliche Fragen, die sich jede Region stellen kann.
Werden diese Fragen gemeinsam beantwortet, statt von jedem Haushalt und jedem Betrieb für sich, entstehen Lösungen, die im Alltag funktionieren und im Ernstfall tragen.
Mehr Sicherheit. Wer seine wichtigsten Verbraucher kennt und Alternativen vorbereitet hat, steht bei einer Störung deutlich besser da.
Niedrigere Kosten. Was gar nicht erst verbraucht wird, muss weder erzeugt noch gespeichert noch abgesichert werden. Das ist fast immer der günstigste Weg.
Wertschöpfung, die bleibt. Lokale Lösungen schaffen Aufträge und Kompetenzen vor Ort – das Geld fliesst nicht ab, sondern bleibt in der Region.
Ab hier wird es fachlicher. Das Modell beschreibt die Reihenfolge, in der wir in einer Region vorgehen: von der einfachsten und günstigsten Massnahme bis zum Ausbau erneuerbarer Erzeugung. Wer diese Reihenfolge einhält, spart Geld und baut nichts, das er nachher nicht braucht.
Das Modell ist ein strategischer Rahmen – es ersetzt keine technische Fachplanung.
Originalbeitrag ansehenUnnötigen Energiebedarf zuerst vermeiden: Bedürfnisse, Nutzung und Verluste prüfen, bevor zusätzliche Technik oder Infrastruktur aufgebaut wird.
höchste PrioritätVerbleibenden Energiebedarf mit möglichst wirksamen Technologien decken, etwa durch effiziente Wärme-, Mobilitäts- und Gebäudelösungen.
Wirkung erhöhenVerbrauch zeitlich und organisatorisch besser an volatile Erzeugung aus Sonne und Wind koppeln, zum Beispiel über Steuerung und Lastmanagement.
Flexibilität schaffenThermische Speicher, Batterien, Gebäudemassen und weitere Speicherlösungen kombinieren, damit regionale Energie zeitlich nutzbar wird.
Reserven aufbauenFür Zeiten geringer erneuerbarer Erzeugung regelbare, verantwortbar einsetzbare Lösungen planen und kritische Verbraucher priorisieren.
Versorgung sichernEinheimische erneuerbare Quellen wie Photovoltaik, Wind, Wasserkraft oder Biomasse passend zur Region ausbauen und einbinden.
regional erzeugenStrom- und Wärmesysteme werden dezentraler, digitaler und stärker miteinander verknüpft. Das eröffnet Chancen, verlangt aber auch bessere Koordination.
Für die EeC bedeutet Versorgungssicherheit Vernetzung mit klarer Verantwortung. Lokale Erzeugung, Gebäudeeffizienz, Speicher, Notfallkonzepte und Mobilität müssen in der Region zusammenpassen.
Der Kreistag hat beschlossen, dass der Landkreis Mainz-Bingen eine Energiezelle werden soll. Rheinland-Pfalz unterstützt die Umsetzung im Rahmen des KIPKI-Förderprogramms mit 3.103.676,27 Euro.
Vertiefende Dokumente und Beiträge der EeC zum Energiezellen-Konzept. Die Quellen öffnen sich in einem neuen Tab.
Gebäude und Mobilität sind zentrale Handlungsfelder der EeC – hier im regionalen Zusammenhang betrachtet.
Gebäude sind Speicher, Verbraucher und Erzeugungsorte zugleich. Effizienz, Wärme, Eigenverbrauch und Lastmanagement gehören zusammen.
Ladeinfrastruktur, Flotten, Pendelwege und kommunale Mobilität beeinflussen Lastprofile und sollten früh in Energiezellen einbezogen werden.
Technische Massnahmen brauchen eine organisatorische Struktur, damit Entscheidungen, Betrieb und Beteiligung verlässlich bleiben.
Energiezellen entstehen nicht am Schreibtisch, sondern durch Menschen vor Ort. Als Mitglied bekommen Sie das Wissen, die Kontakte und die Unterstützung, um in Ihrer Region den Anfang zu machen.
Unbekannte Begriffe? Alles Wichtige steht im Glossar.